Actions

Vernetzung Opferhilfe und Traumaambulanzen NRW

From EPSA - European Public Sector Award

[edit]

Kurzbeschreibung des Projekts

Opfer von Gewalttaten können bei der Versorgungsverwaltung Entschädigungsleistungen (medizinische und berufliche Rehabilitation und ggf. Renten) nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) beantragen. Ersten (direkten) Kontakt zum Opfer haben i.d.R. die Beamten der Polizei. Die polizeilichen Informationen über Hilfebedarfe müssen von dort so schnell wie möglich zur Sozialverwaltung (Versorgungsamt) gelangen, ferner muss das Opfer medizinisch versorgt werden, und zwar nicht nur wegen der körperlichen Schäden, sondern auch bezüglich psychischer Folgen. Um Defizite bei der Feststellung und Behandlung psychischer Auswirkungen von Gewalttaten zu beseitigen, wurden Verträge mit kompetenten Kliniken geschlossen, um auch schon vor einer formellen Bewilligung seitens der Versorgungsämter schnelle und kompetente Hilfen erbringen zu können.

Aktueller Status und Weiterentwicklung des Projekts

Der Aufbau eines Kompetenznetzes ist durch 33 Vereinbarungen mit Kliniken grundsätzlich abgeschlossen. Die Evaluation ist Ende 2006 begonnen worden. Am 26.09.2007 hat auf der Ebene der Länderreferenten aller Bundesländer eine umfassende Informationen über Ziele, Durchführung und erste Ergebnisse des NRW-Projektes "Vernetzung und Traumaambulanzen für Gewaltopfer" stattgefunden, da bereits jetzt großes Interesse hierzu bundesweit besteht. Auch der bundesweit agierende Interessenverband der Gewaltopfer (Weisser Ring e. V.) drängt auf eine Ausweitung dieses Projektes auf alle Bundesländer. In Bezug auf die Qualität der medizinischen Leistungen wird eine Rückmeldung der Evaluationsergebnisse in den Kreis der Traumaambulanzen erfolgen, verbunden mit der Initiierung regelmäßig stattfindender Qualitätszirkel zur Sicherung / Weiterentwicklung der Behandlungsstandards.

Lessons learned

Ein als richtig erkanntes Ziel durch gemeinsame Maßnahmen der beteiligten Ministerien fördern. Die so etablierten Kurzanträge nach dem OEG haben den Datenfluss erleichtert und die gemeinsame Verantwortung des Landes NRW für den Opferschutz durch die Polizei und die Opferhilfe durch die Sozialverwaltung des Landes gestärkt!

Award info
Award category: collaborative governance
Award type: submission
Award year: 2007
Project type
Sector: Public health and social welfare/affairs
Type of activity: new services or new technologies
Keywords: crime, victim care
Short English description: accompanying services for victims of crime and patients with traumata organised in a network
Further information
Organisation: Bezirksregierung Münster (BRMS)
Other applicants:
Homepage: www.Versorgungsverwaltung.NRW.de
Level of government: local level
Size of organisation:
Number of people involved:
Country: Germany
EU membership: EU member
Language code:
Start date: 2000/01/01
End date: 2008/12/31


Vernetzung Opferhilfe und Traumaambulanzen NRW (51.962025° N, 7.626258° E)
Loading map...